zurück

Wohnen für Eltern mit Behinderung

von Johanna Günkel

Schulhof der Mamre-Patmos-Schule
Pilotprojekt: Clearingstelle und Familienwohnen unter einem Dach

Die Art von Hausgemeinschaft macht das Konzept zum Leuchtturmprojekt der Inklusion, Weil diese Konstellation so ungewöhnlich ist, reiste Jens Hagedorn von der Wohnungsbauförderung Bielefeld ins NRW-Bauministerium, um Fördergelder zu bekommen.

Inklusion im Quartier

Inklusives Wohnen ist das Stichwort. Denn im gleichen Haus wie die Clearingstelle sind in den beiden oberen von vier Etagen zehn öffentlich geförderte Wohnungen entstanden, die von der BGW bevorzugt an Familien vermietet werden.

Die ersten Mieter zogen im Februar ein, nur noch eine Zwei-Zimmer-Wohnung ist überhaupt frei. „Die Kombination von Familienwohnen und Clearingangebot ist ein Pilotprojekt und ein vorbildliches Beispiel für gelebte Inklusion", betont Oliver Klingelberg, Sozialmanager der BGW. Es sei keine Insellösung, sondern strahle in das gesamte Quartier hinein.

Für Familien mit und ohne Behinderungen

Das 4,7 Millionen Euro teure und Büro alberts.architekten geplante Gebäude wird nun sowohl aus Mitteln der Wohnungsbauförderung als auch der Landesförderung für Heime mitfinanziert. 2,6 Millionen als zinsloses Darlehen seien bereitgestellt worden.

Zusammen mit der BGW- Bielefelder Gesellschaft für Wohnen und Immobiliendienstleistungen mbH und den v.Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel erarbeitete alberts.architekten das Konzept für das erste inklusive Wohnprojekt.

Die BGW hat ein sechsgeschossiges Gebäude an der Eichenstraße in Ummeln abgerissen und realisiert hier in Kooperation mit Bethel ein Wohnprojekt für Eltern mit einer geistigen Behinderung und ihren Kindern. Elke Maria Alberts achtete mit Ihrem Konzept und Entwurf besonders darauf, dass Begegnungen zwischen den Nutzergruppen möglich sind, aber ebenso das Höchstmaß an Privatheit gegeben ist.

In dem neuen Gebäude befinden sich Wohnraum für Familien sowie die Clearingstelle "Begleitete Elternschaft" für Eltern mit geistiger Behinderung. Durch das Zusammenleben Tür an Tür wird Inklusion gelebt. Das Projekt ist in dieser Form bisher einzigartig.

 

zurück

Zurück